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Thomas Heinzmann

Ein Haus selbst planen – die richtige Planungssoftware hilft

Inhaltsverzeichnis

1. Ist es sinnvoll sein Haus selbst zu planen?

Die eigene Planung eines Bauherrn ersetzt nie eine Fachplanung, aber sie kann den Entwurfs- und Planungsprozess entscheidend erleichtern und verkürzen. So kann der Bauherr

  • schneller einen Eindruck von seinem Bauvorhaben bekommen
  • je nach Planungsprogramm seine Entwurfsidee digital auslesen und dem Fachplaner übermitteln. 
  • Daten der korrekten Entwurfsplanung wieder einlesen, um beispielsweise seine Einrichtungsplanung zu gestalten.
  • jederzeit eine 3D Darstellung generieren und sich somit vor dem Bau oder Kauf seine Immobilie besser vorstellen.
  • mit den dreidimensionalen Bildern vor Auge schneller Entscheidungen treffen, wodurch sich Planungs- und Bauzeit verkürzen und Kosten gespart werden. 

2. Planen auf dem Papier oder am PC?

Als erster Schritt, um eine grobe Idee zu entwickeln, ist das Zeichnen von Hand ein probates Mittel. Viele können mit Stift und Papier intuitiver umgehen als mit einer Planungssoftware. Im weiteren Planungsverlauf jedoch hat das Zeichnen am Computer viele Vorteile:

  • Es kann schneller und genauer ein räumliches Bild von der Idee generiert werden.
  • Während Fachleute sich anhand eines 2D Grundrisses und das dazugehörige Anschichten sowie Schnitte ein Hausprojekt auch räumlich vorstellen können, fällt dies Bauherren häufig schwer. Eine 3D Darstellung hilft der Vorstellungskraft auf den Sprung.
  • Änderungen im Grundriss können schneller ausprobiert und dreidimensional überprüft werden.

Planungssoftwareprogramme mit denen schnell dreidimensionale Bild auf Grundlage eines zweidimensionalen Grundrisses erstellt werden können, sind beifolgenden Vorhaben hilfreich:

  • Neubau eines Wohnhauses (freistehend, Doppel- oder Reihenhaus)
  • Kauf eines Bestandshauses
  • Kauf einer Wohnung
  • Umbau einer Immobilie  

3. Wie viel kosten gute Planungstools?

Es gibt inzwischen unzählige Planungstools für Privatanwender. Die Kosten liegen zwischen null Euro und etwa 250 Euro. Null Euro sind verlockend, aber die Qualität einer Planungssoftware wird nicht über einen möglichst günstigen Preis definiert. Viel wichtiger sind Punkte wie Nutzerfreundlichkeit und technische Möglichkeiten. 

4. Was macht eine gute Planungssoftware aus?

Eine gute Planungssoftware für Bauherren sollte folgende Kriterien erfüllen:

Kriterium Erklärung
Moderne und bedienerfreundliche Oberfläche Eine gute und benutzerfreundliche Oberfläche sollte selbsterklärend sein. Nach einer kurzen Einarbeitung sind alle Funktionen verständlich zu bedienen. Allgemeine Windowsfunktionen werden selbstverständlich unterstützt
Geschoss und Ebenen-/Layerstruktur für eine optimale Übersichtlichkeit des Bauvorhabens Sortieren Sie gut Ihre Planung! Sie arbeiten Geschoss für Geschoss und können verschiedene Bauteile auf verschiedene Folien legen. Das hat den Vorteil, dass sie diese übereinanderlegen und an- oder ausschalten können.
Unbegrenzte Projekte und Geschosse Auch wenn man nur ein Haus denkt, mehrere Ideen sind optimal in verschiedenen Projekten zu verwalten. Um keine Einschränkungen zu erfahren arbeiten Sie mit einer Software, welche Ihre Projekte und Geschosse nicht begrenzt.
Parametrisierbare Bauteile mit individuellen Einstellungen Sie haben einen bestimmten Wandaufbau oder Fenster und Türen, welche Sie selbst erstellen, abspeichern und verwenden können möchten – dafür gibt es die parametrisierbaren Bauteile.
3D Treppenkonstruktion Bei einer guten Planungssoftware können Sie sich alles in der Draufsicht, in der Ansicht und in 3D betrachten. Die Treppe ist ein wichtiges Element im Haus. Eine einfache 3D Modellierung macht es möglich diese gut darzustellen.
3D Dachkonstruktion mit Dachverschneidungen Das Dach ist der Deckel des Hauses und ein großes Thema beim Hausentwurf, auf die Optik und die Kosten bezogen. Auch für die Ansichten und die Perspektive ist ein korrektes 3D Dach unverzichtbar.
Maßgenaue Eingabe und maßgenaue Darstellung auf dem Arbeitsbildschirm Die Planungssoftware ist eine sehr gute Unterstützung für die Vorstellung des Projektes. Es ist aber immens wichtig, dass alle Bauteile Maß genau eingegeben werden und in den richtigen Dimensionen zueinander dargestellt werden.
Korrekte und maßstabsgetreue Ausgabe Eine Ausgabe, wo der Maßstab stimmt ist unglaublich wichtig! Der Grundriss ist die Basis aller weiteren Planungen. Wenn dieser nicht stimmt, dann sind alle Folgeplanungen wie Einrichtungen und so weiter nicht korrekt.
Darstellung der Wohnflächen pro Raum und eine Flächenaufstellung Die Information über die genauen Wohnflächen ist Grundlage für die Basiskalkulation des Hauses. Auch Förderungen sind an eine bestimmte Wohnfläche gekoppelt. Somit ist es wichtig, dass die Aufstellung immer aktuell ist.
Geländemodellierung und Gartengestaltung In vielen Bauverordnungen sind Bestimmungen wie die Abstände zum Nachbarn oder die maximal bebaute Quadratmeterzahl festgelegt. Dafür gibt es die optimale Geländemodellierung und der Garten kann auch gleich gestaltet werden.
2D Symbole für die Grundrissgestaltung Der Grundriss ist die Basis für die spätere Einrichtung. Um schnell die Dimensionen zu erfassen und zu prüfen sind 2D Einrichtungssymbole die beste Lösung. Schnell sind diese angepasst und platziert. 
3D Objekte für die 3D Gestaltung Um sich auch in der dritten Dimension Einrichtung und Möbel besser vorstellen zu können, stehen dies ebenfalls als 3D Objekte zur Verfügung. Stellen Sie Ihre Möbel in den Raum und betrachten Sie Ihren Grundriss in einer 3D Darstellung.
Automatische Schnitte und Ansichten Für ein 3D Haus, was sehr einfach in der Draufsicht als Grundriss eingegeben wird, sind Parameter wie die Fensterdarstellung hinterlegt. Durch das Erzeugen einer automatischen Ansicht, können Sie alle Seiten des Hauses betrachten.
ausdrucksstarke Visualisierung mit Echtzeitschatten Während der Planung, der Ideensammlung sollte immer und stets aktuell die 3D Perspektive vorhanden sein. Eine finale Visualisierung und Schattenberechnung vermittelt einen fotorealistischen Eindruck und sollte ein Modell und nicht nur ein Bild sein.

Wer eine gute eigene Planung erstellen möchte, sollte auf die oben genannten Punkte nicht verzichten und auf eine maßgenaue Eingabe und Ausgabe achten. Denn das häufigste Problem ist, dass die einfachen Programme die Wanddicken nicht berücksichtigen. Dadurch bekommt der Bauherr einen falschen Eindruck seiner Planung, was weitreichende Folgen haben kann.

5. Softwarebetreuung und Fachpersonal wie Architekten von Vorteil

Ebenso wichtig wie die technischen Aspekte und die Benutzerfreundlichkeit ist bei der Wahl des Planungstools zu beachten, dass es ein Betreuungsangebot vonseiten des Softwareherstellers gibt. Oft werden Softwares gekauft, bei denen der Nutzer keine Möglichkeit hat, fachliche Hilfe zu bekommen. So scheitert es manchmal bereits bei der Installation.

Achten Sie als Bauherr also darauf, 

  • dass sie von Fachpersonal betreut werden; mit Fachpersonal sind nicht IT-Spezialisten, sondern Fachplaner gemeint. Nur sie können sich schnell in Ihr Projekt ein Denken und schnell weiterhelfen.
  • dass Sie einen persönlichen Ansprechpartner haben, den Sie immer erreichen können. Anonymität und keine Aussage, wer wirklich hinter dem Produkt steht, sind unseriös.
  • dass die Informationen zur Fachbetreuung für Sie als Bauherr auf den ersten Blick ersichtlich sind.
  • dass gute Dokumentationen und Einarbeitungshilfen auf einem Blick zugänglich sind; zum Beispiel Videoanleitungen für alle Planungsbereiche übersichtlich strukturiert und fachlich richtig sowie nachvollziehbar erklärt. 
  • dass auf Wünsche nach weiteren Tutorials reagiert wird.
  • dass die Videoanleitungen stets erweitert werden.
Achtung! Ein seriöser und umfangreicher Support kann nie kostenfrei angeboten werden! Kompetente, schnelle und ausführliche Hilfe bei Ihrem Projekt kann nur Fachpersonal leisten. Supporttickets und Onlineschulungen für einen sehr günstigen Preis ermöglichen die beste Betreuung.
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