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Die richtige Reinigung von Solar- und Photovoltaikanlagen

Inhaltsverzeichnis

Warum müssen Solar- und Photovoltaikanlagen gereinigt werden?

Solaranlagen werden im Freien errichtet und sind empfindliche Aufbauten zur Erzeugung von Energie. Das hat zur Folge, dass sie atmosphärischen Verschmutzungen ausgesetzt sind. Hinzu kommen tierische Verunreinigungen, wie zum Beispiel Vogelkot. Aber auch Sand, Pflanzen, Blätter, Moos, Pilze, Flechten und Ähnliches setzen den Anlagen erheblich zu, sodass je nach Standort häufig bis zu zweistellige Ertragseinbußen vorkommen. Damit optimale Stromerträge, wie auch der Werterhalt der Anlagen gesichert werden kann, empfiehlt sich eine regelmäßige und schonende Reinigung der Module und die Wartung der Technik.

    Auf einen Blick: Vorteile einer regelmäßigen Solar- und Photovoltaikreinigung

    • Schonende Entfernung der lichtfilternden Verschmutzungen möglich
    • Vermeidung von Beschädigungen durch chemische Reaktionen aufgrund von Ablagerungen/Verunreinigungen
    • Gezielte Reinigung und Pflege jedes einzelnen Moduls
    • Minimierung der statischen Aufladung
    • Verbesserte Ausschöpfung der Leistungspotentiale
    • Steigerung der Wirtschaftlichkeit (s. EEG (Erneuerbare Energien Gesetz); Einspeisevergütung)
    • Die dauerhafte Erhaltung des Wertes und die Verlängerung der Lebensdauer Ihrer Anlage

    Wer reinigt Solar- und Photovoltaikanlagen?

    Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Anbieter für die Solar- und Photovoltaikreinigung. Hier gilt es die Spreu vom Weizen zu unterscheiden, denn unsachgemäße Arbeitsweisen können zu Schäden an den Modulen führen. Ebenso ist die Einhaltung der Arbeitssicherheit ein elementarer Faktor, da zumeist in Höhen gearbeitet werden muss, die eine fachmännische Absturzsicherung voraussetzen. 

    Als Hilfestellung zur Selektion empfiehlt es sich, auf geprüfte und zertifizierte Reinigungsbetriebe für Solar- und Photovoltaikanlagen zurückzugreifen, denn diese garantieren Qualität, Sicherheit und beste Reinigungsergebnisse.

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    Wie werden Solar- und Photovoltaikanlagen gereinigt?

    Bei der Ausführung der Arbeiten haben sich schonende Reinigungstechniken bewährt, denn diese beschränken sich ausschließlich auf den Einsatz von Reinwasseranlagen mit Spezialbürsten. Jedes einzelne Modul wird durch Handarbeit auf Hochglanz gebracht. Rotierende Bürsten oder Reinigungsroboter sind eher mit Vorsicht zu genießen, denn die Gefahr von Mikrokratzern auf den empfindlichen Oberflächen der Module ist bei dem Einsatz solcher Techniken zu groß. Die Folge können irreparablen Schäden sein, die den Stromertrag mindern und die Neuverschmutzung deutlich beschleunigen.

    Was sind Reinwasseranlagen?

    Die Deionisierungsfilter-Technologie produziert durch den Ionentauschprozess 100 Prozent reines Wasser und entzieht Leitungswasser nachweislich messbar sämtliche Mineralien (Null ppm (parts per million)). Reinwasseranlagen reinigen die Solar- und Photovoltaikmodule ohne Einsatz von Reinigungschemie. Die Module trocknen ohne Rückstände völlig streifenfrei ab. Mit Hilfe von wasserführenden Teleskopstangen und Bürsten ermöglicht dieses System die Reinigung der Solar- und Photovoltaikmodule auch in großen Höhen bis 20 Meter vom Boden, vom Gerüst oder von der Arbeitsbühne, sodass auch die Arbeitssicherheit der ausführenden Mitarbeiter gewährleistet werden kann.

    Wie oft muss eine Solaranlage gereinigt werden?

    Sind die Module in einem Neigungswinkel geringer als zwölf Grad montiert, sollten diese regelmäßig gereinigt werden, denn durch die verminderte Neigung werden Verschmutzungen nicht so leicht durch Regen oder Schnee abgewaschen.

    Anlagen auf Schrägdächern von beispielsweise Wohnhäusern weisen jedoch eine deutlich höhere Neigung auf, sodass der Selbstreinigungseffekt durch Regen oder Schnee meist ausreicht. Dennoch gilt es auch hierbei darauf zu achten, dass zumindest Flechten und Moos entfernt werden. Besonders Moos neigt dazu, sich im Herbst durch Regenfälle mit Wasser aufzusaugen, wodurch im anschließenden Winter durch kalte Temperaturen die Moosstruktur erstarren kann. Dies kann zur Folge haben, dass das Moos die Module aus den Einfassungen drückt, sodass Feuchtigkeit in die Module eintritt und diese dadurch beschädigt werden. 

    Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben oder in Industriegebieten sind verstärkt von Schmutz betroffen. Hier ist eine regelmäßige Reinigung wieder sinnvoll. Meistens genügt es, die Module im zweijährigen Rhythmus reinigen zu lassen. Bei besonders starker Verschmutzung, die beispielsweise in der Landwirtschaft verursacht werden kann, ist eine Reinigung gegebenenfalls auch einmal jährlich ratsam. Hier empfiehlt es sich, einen geprüften und zertifizierten Reinigungsbetrieb zurate zu ziehen, denn oftmals bieten diese Unternehmen eine kostenlose Probe an, um den genauen Verschmutzungsgrad zu ermitteln. 

    Was kostet die Reinigung einer Solaranlage?

    Die Solar- und Photovoltaikanlagenreinigung durch einen professionellen Fachbetrieb kostet in der Regel zwischen ein bis drei Euro pro Quadratmeter.

    Fazit

    Die Solar- und Photovoltaikanlagenreinigung gehört wie auch die regelmäßige Wartung zu den laufenden Kosten einer Immobilie. Die Reinigung ist wichtig, damit die Anlage ihre volle Leistung erbringt und maximale Lebensdauer erreicht. Die damit verbundenen Kosten werden jedoch häufig mit höheren Energieeinnahmen ausgeglichen. 

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