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Florian Fischer

Haus planen: 9 Tipps für eine erfolgreiche Hausplanung

Inhaltsverzeichnis

Tipp 1, um ein Haus zu planen: Finanzrahmen klären

Bevor mit der Planung eines Hauses begonnen wird, empfiehlt es sich im ersten Schritt den Finanzrahmen zu klären. So steht von Beginn an fest, wie hoch das maximale Budget sein soll. Dieses Budget bildet im Anschluss die Grundlage für die weitere Planung.

Für viele sind die Kosten eines Hausbaus zu Beginn der Planung, besonders weil sie sich je nach Quadratmeter und Ausführung stark voneinander unterscheiden, nicht greifbar. Damit Sie wissen, welche Kosten auf Sie zukommen können, kann der Preis auf Grundlage der folgenden Werte ermittelt werden:

  • Sehr sparsame Ausführung: 1500 Euro pro Quadratmeter
  • Durchschnittliche Ausführung: 2000 Euro pro Quadratmeter
  • Gehobene Ausführung mit vielen Extras: 2500 Euro pro Quadratmeter

Weitere Werte lassen sich auch mithilfe von Baufinanzierungsrechnern, die online zur Verfügung stehen, berechnen. Hier wird häufig direkt angegeben, wie hoch der Eigenkapitalanteil sein sollte. Generell gilt: je höher desto besser. Ein guter Anteil von Eigenkapital bei einem Hausbau liegt etwa zwischen 12 und 15 Prozent. Die restlichen Kosten können über Bausparverträge, Fördergelder oder anderes finanziert werden.

Tipp 2, um ein Haus zu planen: Informieren

Um die eigenen Wünsche ausreichend bei der Hausplanung berücksichtigen zu können, müssen diese erst einmal entstehen. Hierfür sollten genügend Informationen im Vorfeld eingeholt werden. Durchstöbern Sie das Internet, schauen Sie sich in der Nachbarschaft um. Haben Bekannte von Ihnen vor kurzem erst selbst gebaut? Vielleicht können Sie sich zusätzliche Informationen bei Ihnen einholen. Je mehr Informationen eingeholt werden, desto mehr lässt sich während der Planung im Vornherein richtig machen.

Zusätzlich ist in der Informationsphase zu klären, welcher Haustyp präferiert wird. Fertighaus, Architektenhaus oder doch lieber ein Containerhaus? Auch hier gilt: Schauen Sie sich um. Zusätzlich sollte auch die Zukunft mitbeachtet werden. Soll das Haus später barrierefrei sein? Dann bietet sich hier beispielsweise ein Bungalow an.

Tipp 3, um ein Haus zu planen: Wünsche formulieren

Sobald ausreichend Informationen eingeholt wurden, ist es hilfreich die Wünsche zu Papier zu bringen. Hier kann eine Liste erstellt werden, die alle Informationen enthält, die in dem Haus umzusetzen sind. Denken Sie hierbei auch an Ihre aktuelle Wohnsituation: Wenn Sie etwas ändern würden, was wäre es? Ein größeres Schlafzimmer? Mehr Fenster? Schreiben Sie alles auf Ihre Liste. Setzen Sie sich beim Erstellen der Liste bestenfalls mit allen Mitbewohnern des Hauses zusammen, damit alle Wünsche beachtet werden können.

Sobald die Liste erstellt ist, kann den einzelnen Punkten eine Priorität zugeordnet werden, sodass Sie während der Planung genau wissen, auf was Sie notfalls doch verzichten können.

Tipp 4, um ein Haus zu planen: Das Grundstück

Ohne ein passendes Grundstück kann das Haus nicht gebaut werden. Doch bei der Suche des Grundstücks gibt es einiges zu beachten. Zum einen sollte einen nicht nur das Grundstück, sondern auch die Nachbarschaft überzeugen. Die Kriminalitätsrate, die Nähe zu einem Supermarkt, die Verkehrsanbindung oder die Familienfreundlichkeit können hier einen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen ein Grundstück haben.

Zudem sind die Bauvorgaben zu beachten. Diese stehen im Bebauungsplan und können beim Bauamt eingesehen werden. Hier kann es sein, dass für das Grundstück bauliche Vorgaben bestehen, die es einzuhalten gilt, beispielsweise eine bestimmte Dachform.

Gleichzeitig sind auch die bestehenden Wasser-, Abwasser- und Müllgebühren zu beachten. Diese können sich je nach Landkreis deutlich voneiander unterscheiden.

Tipp 5, um ein Haus zu planen: Die Größe des Hauses

Wie groß Ihr Haus werden soll, hängt vom Budget und den Personen ab, die in dem Haus leben sollen. Zu beachten ist hier, dass bestenfalls jede Person ihren eigenen Rückzugsort erhält. Ein Architekt kann bei der Erstellung der Pläne und bei der Berechnung der Wohnfläche helfen.

Tipp 6, um ein Haus zu planen: Der Architekt

Architekten können in der Planungs- und Umsetzungsphase des Hauses eine große Hilfe sein. Sie können mit Ihnen die Grundrissplanung und die Bemusterung machen. Hier werden viele Kleinigkeiten, wie das Aussehen der Türen, Fenster oder des Bodens geklärt. Mit seiner langen Erfahrung kann ein Architekt hier hilfreich sein, da er sich mit den Details auskennt und sie überprüft. Alternativ kann die gesamte Planung jedoch auch selbstständig durchgeführt werden.

Tipp 7, um ein Haus zu planen: Optimierung des Grundrisses

Sobald der Haustyp, das Grundstück, die Größe und einige Details feststehen, lässt sich der Grundriss optimieren, wodurch Geld gespart werden kann. Hierfür ist jeder einzelne Raum auf seinen Zweck zu überprüfen. Gleichzeitig lässt sich klären, ob manche Räume zusammengelegt werden können. Durch weniger Innenwände und einer besseren Ausnutzung des vorhandenen Platzes lässt sich so Geld sparen. Folgende Räume bieten sich gut für ein Zusammenlegen an:

  • Küche, Wohn- und Esszimmer
  • Bad und WC
  • Gäste- und Bürozimmer
  • Arbeitsplatz und Schlafzimmer

Tipp 8, um ein Haus zu planen: Wie kann Geld gespart werden?

Auch mit einem kleineren Budget kann ein Haus gebaut werden. Hierfür gibt es einige Tricks:

  • Einfacher Grundriss: Ein Grundriss ohne viele Besonderheiten, wie Erker oder Wintergärten, ist meist günstiger.
  • So wenig Quadratmeter wie möglich: Jeder Quadratmeter im Haus sorgt beim Bau eines Hauses für höhere Kosten. Aus diesem Grund sollte genau darauf geachtet werden, was notwendig ist und welche Räume möglicherweise zusammenzulegen sind.
  • Selbst bauen: Besitzen Sie ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick? Dann ist vielleicht ein Ausbauhaus genau das Richtige für Sie!
  • Einliegerwohnung: Planen Sie direkt eine Einliegerwohnung in das Haus, die sie später vermieten, haben Sie gleichzeitig eine spätere Einnahmequelle.
  • Haus ohne Keller: Ist das Budget nicht sehr hoch, sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie auf den Keller verzichten sollten. Die Erdaushubarbeiten und die Entsorgung können sehr hohe Kosten von bis zu 70.000 Euro verursachen.

Tipp 9, um ein Haus zu planen: Auf der Baustelle

Die Planung ist abgeschlossen? Der Bauantrag ist abgegeben? Die Baugenehmigung ist eingegangen? Dann ab auf die Baustelle! Auch hier gibt es jedoch einige Dinge, die beachtet werden sollten. Zum einen ist eine Versicherung abzuschließen. Diese kann entweder für Bauherren oder für Hausbesitzer sein. Zu beachten sind hier auch die Besonderheiten, wenn eigene Helfer auf der Baustelle mitarbeiten. Hierfür müssen beispielsweise die Helferstunden dokumentiert werden, damit Sie bei einem Unfall abgesichert sind.

Zudem sollte während dem gesamten Bauprozess ein Bautagebuch geführt werden. Hier lassen sich Mängel und deren Aufhebung dokumentieren. Hier ist ebenso wie bei der Hausabnahme auf Sorgfalt zu achten. Bei der Hausabnahme sollte ein Bausachverständiger anwesend sein, der Mängel meist besser erkennt als ein Laie. Diese sind anschließend im Abnahmeprotokoll festzuhalten.  Sobald sie behoben und überprüft wurden, kann die letzte Zahlung erfolgen. Nun haben Sie Ihr eigenes Haus!

Der richtige Architekt für Ihr Bauprojekt

Lassen Sie sich durch eine Vielzahl realisierter Bauwerke inspirieren. Finden Sie Ihren passenden Architekten durch die Filtermöglichkeit der Aufgabe (z.B. Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, …) und die Art des Vorhabens (z.B. Neubau oder Sanierung, …)

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