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Florian J. Fischer

Ferienhaus kaufen: 8 Tipps für einen erfolgreichen Kauf

Inhaltsverzeichnis

Tipp 1: Vorbereitung ist das A und O

Spielen Sie mit dem Gedanken ein Ferienhaus zu kaufen? Dann sollten Sie nicht zu voreilig handeln und geduldig vorgehen. Bevor auf attraktive Angebote eingegangen wird, sind in einem ersten Schritt erst die Gegebenheiten, das Umfeld und die Finanzierung genauer zu überprüfen, damit es später zu keinen Schwierigkeiten kommt. Es gilt: die Vorbereitung für den Haus- oder den Wohnungskauf ist das A und O.

Tipp 2: Bedürfnisse abklären

Um zu klären, ob das Haus oder die Wohnung für Sie gut geeignet ist, sind zuerst die eigenen Bedürfnisse zu überprüfen. Hierbei kann auf Folgendes geachtet werden:

  • Verkehrsanbindung: Wie gut ist die Immobilie erreichbar? Ist die Anbindung mit Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln ausreichend?
  • Versorgung: Gibt es in der Nähe der Immobilie einen Supermarkt, einen Markt, Bioläden oder sogar eine Shoppingmeile?
  • Freizeit: Können alle Urlaubsaktivitäten durchgeführt werden? Ist eine Tauchstation, der Strand, Wanderrouten oder das Fitnessstudio gut erreichbar?
  • Familie: Gibt es Spielplätze oder sogar einen Babysitter-Dienst?
  • Ausstattung: Verfügt die Immobilie über eine Heizung, eine Waschmaschine, eine Mikrowelle, einen Backofen oder sogar einen Pool?

Die einzelnen Punkte müssen Ihren Wünschen entsprechen. Soll die Immobilie vermietet werden, ist es auch wichtig die Bedürfnisse der Zielgruppe zu berücksichtigen. Folgende Größen von Immobilien sind bei Mietern besonders gefragt:

  • Ferienhaus: 80 bis 100 Quadratmeter, 3 Schlafzimmer
  • Ferienwohnung: 50 bis 70 Quadratmeter, 2 Schlafzimmer

Tipp 3: Die richtige Lage

Die Lage einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses ist von großer Bedeutung und sollte nicht vorschnell entschieden werden. Sie sollten sich in dem Ort wohlfühlen. Ein Besuch in dem Ort und der Region kann darüber gute Aufschlüsse geben. Soll die Immobilie vermietet werden, spielen unter anderem auch die Beliebtheit der Lage eine wichtige Rolle, beispielsweise in einem beliebten Urlaubsgebiet. Zudem ist die Erreichbarkeit der Immobilie wichtig, damit Mieter keine Probleme bei der An- und Abreise bekommen.

Zudem ist auf eine gute Infrastruktur zu achten, damit genug Versorgungseinrichtungen und Freizeitaktivitäten in kurzer Zeit erreichbar sind. Besonders beliebt sind Standorte sehr nah am Strand oder nah an besonderen Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Immobilie nicht zu nah an Hauptverkehrsadern, wie Hauptstraßen oder Bahnübergängen, liegt. Dies zerstört oft das schöne Urlaubsgefühl.

In beliebten Regionen ist jedoch auch mit höheren Preisen zu rechnen. Übersteigen diese das Budget, lassen sich bei der Ausstattung Abstriche ziehen. Eine Sauna und ein Pool treiben Preise beispielsweise in die Höhe, weshalb auf sie verzichtet werden kann.

Tipp 4: Augen auf bei der Bauqualität

Sobald eine Immobilie herausgesucht wurde, ist diese zu begutachten. Hier sollte unbedingt ein Makler, ein Bausachverständiger oder ein Architekt mitkommen. Diese erkennen, ob die Bausubstanz in Ordnung ist oder Schäden vorhanden sind. Zudem ist mit ihnen abzuklären, ob Umbauten oder Modernisierungen durchgeführt werden müssen.

In Portugal, Spanien und Italien ist es zudem wichtig sich vom dortigen Makler eine Baugenehmigung oder eine Bewohnbarkeitsbescheinigung zeigen zu lassen. Liegt diese nicht vor, kann es sein, dass das Gebäude abgerissen werden muss. Ein Nachweis aller bisherigen Eigentümer kann auch sehr hilfreich sein.

Tipp 5: Achten Sie auf regionale Trends

Überall können sich Preise je nach Region stark voneinander unterscheiden. Unser Tipp: Behalten Sie die Trends in den Augen! In Spanien sind beispielsweise in den letzten Jahren die Immobilienpreise etwas zurückgegangen, weshalb dort ein großes Angebot besteht. In Frankreich hingegen sind die Preise in manchen Gebieten, wie in Straßburg, seit mehreren Jahren konstant – sie steigen und fallen nicht. Dies deutet darauf hin, dass ein Wertverfall eher unwahrscheinlich ist.

Auch die touristischen Trends können im Auge behalten werden. In Osteuropa, beispielsweise in Schweden, Dänemark, Holland und Dänemark beginnt die touristische Infrastruktur erst zu wachsen. Dies bedeutet, dass dort noch preiswertere Immobilien in Regionen zu kaufen sind, die in mehreren Jahren an Beliebtheit dazu gewinnen können.

Um hier gute Entscheidungen treffen zu können, sollten Sie sich jedoch auf jeden Fall von einem fachkundigen Experten beraten lassen, der die aktuellen Trends genau kennt.

Tipp 6: Die Finanzierung

Grundsätzlich sollte eine Immobilie nicht gekauft werden, bevor die Finanzierung nicht abgeklärt ist. Hierfür gilt es zu überprüfen, wieviel Eigenkapital aufzubringen ist. Daraus resultiert dann die Frage: Können Sie es sich leisten? Rechnen Sie, bestenfalls mit einem Finanzberater, die Einnahmen und Ausgaben durch und berücksichtigen Sie auch die Hausnebenkosten.

Nach dieser Berechnung wird anschließend die Höhe der Kreditsumme geklärt. Hierfür gibt es im Internet viele Online-Rechner, die einen groben Anhaltspunkt geben können. Alles was dafür benötigt wird ist die Laufzeit, der Zinssatz, die Zinsbindung und die Finanzierungssumme.

Ist diese definiert, muss ein Kreditinstitut gefunden werden, die den notwendigen Betrag zur Verfügung stellt.

Tipp 7: Steuern

Für Ferienimmobilien gibt es verschiedene Steuervorteile. Die Immobilie sollte sich jedoch auch ohne diese Vorteile rechnen lassen. Bestenfalls holen Sie sich Hilfe bei einem Steuerberater, der alle notwendigen Informationen mit Ihnen durchsprechen und Chancen und Risiken abwägen kann.

Tipp 8: Guter Service

Soll die Ferienimmobilie vermietet werden, ist ein guter Service besonders wichtig. Finden die Gäste einen Blumenstrauß, eine Willkommenskarte oder Empfehlungen für Aktivitäten in der Wohnung macht das einen guten Eindruck und erhöht die Kundenzufriedenheit.

Ebenfalls ist es wichtig jemanden vor Ort zu haben, der sich um Kleinigkeiten kümmert. Sollten Probleme auftauchen, beispielsweise ein defekter Ofen, kann sich der Ansprechpartner vor Ort um diese kümmern. Darüber hinaus ist es besser jemanden vor Ort zu haben, der darauf achtet, dass das Grundstück nicht verwildert, während die Immobilie für längere Zeit nicht bewohnt wird. Dies bedeutet Reparaturen ausführen, den Garten auf Vordermann bringen oder die Unterkunft für Gäste vorbereiten.

Kennen Sie niemanden vor Ort, der das übernehmen kann, kann auch eine Agentur beauftragt werden, die sich um diese Arbeiten kümmert. Diese verlangen jedoch einen Prozentsatz der Mieteinnahmen ein, was unbedingt bei der Finanzierung mitzuberücksichtigen ist.

Der richtige Immobilienmakler an Ihrer Seite

In manchen Situationen ist es wichtig den richtigen Experten an seiner Seite zu wissen. Besonders, wenn es um etwas so Wertvolles, wie eine Immobilie geht. Der örtliche Immobilienmakler beantwortet gerne Ihre Fragen.

Dieser Expertenartikel wurde mit großer Sorgfalt von der Immoportal.com Redaktion geprüft. Unser Anspruch ist es, fachlich fundiertes Wissen zu veröffentlichen. Dennoch kann es sein, dass inhaltliche Fehler nicht entdeckt wurden oder der Inhalt nicht mehr dem aktuellen Gesetzesstand entspricht. Finden Sie Fehler, freuen wir uns, wenn Sie uns Bescheid geben. Wir werden die Informationen dann umgehend berichtigen.
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