Mehrgenerationenhaus: Welche Wohnformen gibt es und was kostet es?

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Aktualisiert: 06.08.2026
Inhaltsverzeichnis
Alles auf einen Blick
  • Mehrgenerationenhäuser verbinden gemeinschaftliches Wohnen mit Privatsphäre.
  • Sie können gemietet, gekauft oder neu gebaut werden.
  • Vorteile sind gegenseitige Unterstützung und geteilte Kosten.
  • Herausforderungen sind Konflikte und gemeinsame Entscheidungen.
  • Eine klare Organisation und passende Rechtsform sind entscheidend.
  • Die Kosten umfassen Kauf oder Bau, Nebenkosten und laufende Ausgaben.

Was ist ein Mehrgenerationenhaus?

Der Name verrät bereits das Konzept: In einem Mehrgenerationenhaus leben Menschen unterschiedlichen Alters unter einem Dach – beispielsweise Großeltern, Eltern und Kinder oder mehrere Familien. Ziel ist es, den Alltag gemeinsam zu gestalten und sich generationenübergreifend zu unterstützen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das gemeinsame Wohnen, sondern auch das Miteinander. Bewohner helfen sich gegenseitig, etwa bei der Kinderbetreuung, im Haushalt oder im Alltag. Gleichzeitig stehen häufig Gemeinschaftsflächen wie Gärten, Aufenthaltsräume oder Werkstätten zur Verfügung, die das Zusammenleben fördern.

Trotz des gemeinschaftlichen Gedankens verfügt jede Partei über ihren eigenen privaten Wohnbereich. So verbindet das Mehrgenerationenhaus Privatsphäre mit nachbarschaftlichem Zusammenhalt und bietet eine Wohnform, die sich besonders für Familien, Senioren und Menschen eignet, die Wert auf Gemeinschaft legen.

Vorteile und Herausforderungen eines Mehrgenerationenhauses

Ein Mehrgenerationenhaus bietet zahlreiche Vorteile, stellt die Bewohner aber auch vor besondere Herausforderungen. Wer den Kauf oder Bau eines Mehrgenerationenhauses plant, sollte beide Seiten kennen und prüfen, ob diese Wohnform zu den eigenen Vorstellungen passt.

Vorteile eines Mehrgenerationenhauses Herausforderungen eines Mehrgenerationenhauses
Gegenseitige Unterstützung im Alltag: Ältere Bewohner erhalten Hilfe beim Einkaufen, im Haushalt oder bei organisatorischen Aufgaben. Konfliktpotenzial: Unterschiedliche Lebensgewohnheiten, Erwartungen und Generationen können zu Meinungsverschiedenheiten führen.
Entlastung für Familien: Großeltern oder andere Mitbewohner können bei der Kinderbetreuung oder im Alltag unterstützen. Gemeinsame Entscheidungen: Viele Themen – etwa Renovierungen oder die Nutzung gemeinsamer Flächen – müssen gemeinsam abgestimmt werden.
Mehr Gemeinschaft: Wer Gesellschaft sucht, findet schnell Anschluss und soziale Kontakte direkt im Haus. Weniger Privatsphäre: Das enge Zusammenleben erfordert gegenseitige Rücksichtnahme und klare Absprachen.
Hilfe in Notfällen: Bei gesundheitlichen oder alltäglichen Problemen sind meist schnell Ansprechpartner vor Ort. Finanzielle Abstimmung: Gemeinsame Investitionen oder Finanzierungen können zu Diskussionen führen.
Geteilte Kosten: Gartenpflege, Handwerker oder größere Anschaffungen können gemeinsam finanziert werden. Klare Regeln erforderlich: Ohne feste Vereinbarungen über Aufgaben, Kosten und Verantwortlichkeiten entstehen schnell Missverständnisse.
Länger selbstständig wohnen: Ältere Menschen können durch die Unterstützung im Haus oft länger in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Veränderungen der Lebenssituation: Ziehen Bewohner aus oder ändern sich Familienverhältnisse, kann das Auswirkungen auf das Zusammenleben haben.

 

Für wen eignet sich ein Mehrgenerationenhaus?

Ein Mehrgenerationenhaus eignet sich besonders für Familien, die den Alltag gemeinsam gestalten möchten, für mehrere Generationen einer Familie oder für Menschen, die gemeinschaftliches Wohnen schätzen. Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben sind gegenseitiger Respekt, eine offene Kommunikation und klare Vereinbarungen über Rechte, Pflichten und die Nutzung gemeinsamer Bereiche. So lassen sich Konflikte vermeiden und die Vorteile dieser Wohnform optimal nutzen.

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Welche Formen des Mehrgenerationenwohnens gibt es?

Wer generationsübergreifend wohnen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Je nach Budget, Lebenssituation und gewünschtem Maß an Gemeinschaft kommen unterschiedliche Wohn- und Eigentumsformen infrage.

 

Möglichkeiten, ein Mehrgenerationenhaus zu realisieren

Variante Beschreibung Geeignet für
Mehrgenerationenhaus mieten Anmietung einer Wohnung oder eines Hauses in einem bestehenden Mehrgenerationenprojekt. Menschen, die gemeinschaftlich wohnen möchten, ohne Eigentum zu erwerben.
Mehrgenerationenhaus kaufen Kauf eines ausreichend großen Hauses mit mehreren Wohneinheiten oder einer flexiblen Raumaufteilung. Familien oder Freunde, die gemeinsam Eigentum erwerben möchten.
Mehrgenerationenhaus bauen Individuelle Planung und Bau eines Hauses mit mehreren Wohneinheiten und Gemeinschaftsbereichen. Familien oder Baugruppen mit langfristigen Wohnplänen.

Grundsätzlich können Sie das Zusammenleben selbst organisieren oder sich einem bestehenden Wohnprojekt anschließen. Viele Mehrgenerationenhäuser werden von Vereinen, Genossenschaften oder privaten Trägern betrieben. Zudem fördern einige Kommunen gemeinschaftliche Wohnprojekte oder bieten entsprechende Baugrundstücke an.

 

Wohnformen im Mehrgenerationenhaus

Nicht jedes Mehrgenerationenhaus ist gleich aufgebaut. Je nach Wohnkonzept unterscheiden sich die privaten und gemeinschaftlichen Bereiche.

Wohnform Merkmale
WG-Modell Jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer. Küche, Bad und Wohnbereiche werden gemeinsam genutzt.
Familien-WG Jede Familie oder jedes Paar bewohnt eine eigene Wohnung. Gemeinschaftsräume, Garten oder Freizeitflächen werden gemeinsam genutzt.
Mehrfamilienhaus mit Gemeinschaftsflächen Mehrere abgeschlossene Wohnungen befinden sich in einem Gebäude. Ergänzt wird das Konzept durch Gemeinschaftsräume, Gärten oder Veranstaltungsflächen.
Senioren- oder Pflegewohnen Barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen mit Gemeinschaftsbereichen und teilweise zusätzlichen Betreuungs- oder Pflegeangeboten.
Hinweis

Für Familien und mehrere Generationen einer Familie ist häufig das Modell mit getrennten Wohnungen und gemeinsamen Außen- oder Aufenthaltsbereichen die praktikabelste Lösung. Es verbindet Privatsphäre mit den Vorteilen des gemeinschaftlichen Wohnens und vermeidet viele Konfliktpotenziale.

Mehrgenerationenhaus - welche Rechtsform ist dafür die richtige?

Wer ein Mehrgenerationenhaus gründen, bauen oder gemeinsam erwerben möchte, sollte sich frühzeitig mit der passenden Rechtsform beschäftigen. Sie entscheidet unter anderem darüber, wem die Immobilie gehört, wie Entscheidungen getroffen werden, wer haftet und wie Ein- oder Austritte neuer Bewohner geregelt sind.

Die folgenden Rechtsformen kommen in der Praxis am häufigsten vor:

Rechtsform Vorteile Nachteile / Geeignet für
Eingetragene Genossenschaft (eG) Bewohner erwerben Genossenschaftsanteile und erhalten ein dauerhaftes Nutzungsrecht. Die Nutzungsgebühren liegen häufig unter der ortsüblichen Miete, da keine Gewinnerzielung im Vordergrund steht. Höherer Gründungsaufwand. Ideal für größere, langfristig angelegte Wohnprojekte.
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) Einfache und kostengünstige Gründung ohne Mindestkapital. Flexible Gestaltung der Zusammenarbeit. Alle Gesellschafter haften mit ihrem Privatvermögen. Eignet sich vor allem für kleinere Gruppen oder Familien.
Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) Jeder Bewohner besitzt seine eigene Wohnung und einen Anteil am Gemeinschaftseigentum, etwa am Garten oder an Gemeinschaftsräumen. Die Wohnung kann verkauft oder vererbt werden. Entscheidungen über das Gemeinschaftseigentum müssen gemeinsam getroffen werden. Geeignet für Baugemeinschaften und Mehrfamilienhäuser.
Eingetragener Verein (e. V.) Sinnvoll für gemeinschaftliche Wohnprojekte mit sozialem oder gemeinnützigem Zweck. Entscheidungen werden demokratisch in der Mitgliederversammlung getroffen. Weniger geeignet, wenn die Mitglieder selbst Eigentümer der Immobilie werden möchten.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) Haftung grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Geeignet für größere Wohn- oder Investitionsprojekte mit gewerblichem Anteil. Hoher Gründungs- und Verwaltungsaufwand sowie Stammkapital von mindestens 25.000 Euro erforderlich. Für private Mehrgenerationenhäuser eher unüblich.

 

Welche Rechtsform ist die beste?

Welche Rechtsform sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Wohnprojekt ab:

  • Für Familien, die gemeinsam eine Immobilie kaufen möchten, bietet sich häufig eine GbR oder eine WEG an.
  • Für größere gemeinschaftliche Wohnprojekte mit mehreren Parteien ist die eingetragene Genossenschaft (eG) die am häufigsten gewählte Rechtsform.
  • Für soziale Wohnprojekte kann ein eingetragener Verein (e. V.) sinnvoll sein.
  • Für gewerblich organisierte Projekte kommt unter Umständen eine GmbH infrage.
Hinweis

Vor der Wahl der Rechtsform sollten sich alle Beteiligten rechtlich und steuerlich beraten lassen. So lassen sich Haftungsrisiken vermeiden und die Eigentumsverhältnisse von Anfang an klar regeln.

Mehrgenerationenhaus gründen – was muss ich beachten?

Die Gründung eines Mehrgenerationenhauses erfordert eine sorgfältige Planung. Schließlich sollen die Immobilie, das Finanzierungskonzept und das Zusammenleben langfristig zu allen Bewohnern passen. Je besser die wichtigsten Fragen vorab geklärt werden, desto harmonischer gestaltet sich das gemeinschaftliche Wohnen.

1. Die passende Immobilie finden

Zunächst sollten Sie die grundlegenden Rahmenbedingungen festlegen:

  • Wer soll im Mehrgenerationenhaus leben?
  • Wie viele Personen oder Familien ziehen ein?
  • Soll die Immobilie gekauft, gemietet oder neu gebaut werden?
  • Welche Größe und Raumaufteilung werden benötigt?
  • Sind separate Wohneinheiten oder ein gemeinsames Wohnkonzept gewünscht?
  • Welche Gemeinschaftsflächen, beispielsweise Garten, Terrasse oder Gemeinschaftsraum, sollen vorhanden sein?
  • Ist die Lage für alle Bewohner geeignet (Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Schulen, öffentlicher Nahverkehr)?

2. Finanzierung und laufende Kosten planen

Ein gemeinsames Wohnprojekt steht und fällt mit einer transparenten Finanzierung.

Klären Sie deshalb frühzeitig:

  • Wie viel Eigenkapital bringen die Beteiligten ein?
  • Welche Finanzierung kommt infrage?
  • Wie hoch sind die monatlichen Kosten für jede Partei?
  • Wie werden Nebenkosten, Instandhaltung und größere Reparaturen aufgeteilt?
  • Welche Rechtsform eignet sich für das Wohnprojekt?

3. Regeln für das Zusammenleben festlegen

  • Wer übernimmt Aufgaben wie Gartenpflege, Winterdienst oder Treppenhausreinigung?
  • Welche Arbeiten werden an externe Dienstleister vergeben?
  • Wie werden Entscheidungen getroffen?
  • Was passiert, wenn ein Bewohner auszieht oder seine Wohnung verkaufen möchte?

 

  • Wie werden Konflikte innerhalb der Hausgemeinschaft gelöst?
  • Welche Rechte und Pflichten gelten für Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsflächen?
  • Wie viel Privatsphäre und wie viel gemeinschaftliches Miteinander wünschen sich die Bewohner?
  • Soll es regelmäßige Treffen oder gemeinsame Aktivitäten geben?
Hinweis

Viele Konflikte lassen sich vermeiden, wenn wichtige Punkte bereits vor dem Einzug schriftlich festgehalten werden. Eine Hausordnung oder Gemeinschaftsvereinbarung schafft Klarheit über Kosten, Zuständigkeiten und die Nutzung gemeinsamer Flächen und sorgt dafür, dass das Mehrgenerationenhaus langfristig harmonisch funktioniert.

Mehrgenerationenhaus bauen oder kaufen – welche Kosten fallen an?

Wer ein Mehrgenerationenhaus kaufen oder bauen möchte, sollte nicht nur den Kaufpreis oder die Baukosten im Blick haben. Neben den einmaligen Anschaffungskosten fallen auch Kaufnebenkosten sowie laufende Ausgaben für den Betrieb und die Instandhaltung der Immobilie an.

 

Einmalige Kosten beim Kauf oder Bau

Die größten Ausgaben entstehen beim Erwerb oder Neubau der Immobilie. Dazu zählen:

  • Kaufpreis für Grundstück und Gebäude bzw. Baukosten
  • Kosten für die Erschließung des Grundstücks (bei Neubauten)
  • Planungs- und Architektenkosten
  • Bau- oder Modernisierungskosten
  • Kosten für Gemeinschaftsbereiche, Stellplätze oder Außenanlagen

 

Kaufnebenkosten nicht vergessen

Zusätzlich zum Kaufpreis fallen beim Immobilienkauf weitere Nebenkosten an. Je nach Bundesland und Immobilie betragen diese insgesamt häufig rund 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises.

Dazu gehören unter anderem:

  • Notarkosten und Grundbucheintrag
  • Grunderwerbsteuer
  • Maklerprovision (falls ein Makler beteiligt ist)
  • Kosten für Gutachten oder Energieausweise
  • Umbau- und Modernisierungskosten, falls die Immobilie an das Mehrgenerationenkonzept angepasst werden muss

 

Laufende Kosten im Mehrgenerationenhaus

Auch nach dem Einzug entstehen regelmäßig Kosten, die von allen Bewohnern gemeinsam getragen werden müssen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Betriebskosten (Heizung, Wasser, Strom, Müllabfuhr)
  • Versicherungen
  • Gartenpflege und Winterdienst
  • Hausmeister- oder Reinigungsdienste
  • Wartung technischer Anlagen
  • Rücklagen für Reparaturen und zukünftige Sanierungen

Wie hoch die monatlichen Kosten ausfallen, hängt unter anderem von der Größe der Immobilie, der Anzahl der Bewohner und dem gewünschten Wohnkonzept ab. Übernehmen die Bewohner Aufgaben wie Gartenpflege oder Treppenhausreinigung selbst, lassen sich die laufenden Kosten deutlich reduzieren.

Hinweis

Damit es später nicht zu Streitigkeiten kommt, sollte bereits vor dem Kauf oder Baubeginn festgelegt werden, wie Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten verteilt werden. Üblich ist eine Aufteilung nach Eigentumsanteilen, Wohnfläche oder einer individuell vereinbarten Kostenregelung. Die gewählte Rechtsform – etwa eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), GbR oder Genossenschaft – spielt dabei eine wichtige Rolle und sollte von Anfang an berücksichtigt werden.

Mehrgenerationenhaus finanzieren

Als erstes muss für die Finanzierung ermittelt werden, welche Mittel die Bau- oder Kaufwilligen gemeinsam aufbringen können. Hiervon hängt auch der mögliche Kreditrahmen ab.

Für den Bau oder Kauf eines Mehrfamilienhauses muss zunächst eine sehr hohe Summe aufgebracht werden. Der Vorteil des Gemeinschaftsprojektes ist aber, dass nicht ein Einzelner die Immobilienfinanzierung stemmen muss. Auch die Konditionen könnten durch die Gemeinschaft günstiger ausfallen, da das Eigenkapital oft höher ausfällt. Hier geben Banken gerne günstigere Kreditzinsen und auch beim Grundstückskauf kann der Einzelne durch die gemeinsame Nutzung profitieren.

Informieren Sie sich außerdem zu Fördermöglichkeiten von Mehrgenerationenhäusern. 

FAQ - Mehrgenerationenhaus

Ein Mehrgenerationenhaus ist eine Wohnform, bei der Menschen unterschiedlichen Alters – beispielsweise Großeltern, Eltern und Kinder – gemeinsam unter einem Dach leben. Jeder Bewohner verfügt in der Regel über einen privaten Wohnbereich, während Gemeinschaftsflächen gemeinsam genutzt werden.

Die Kosten hängen von Lage, Größe und Wohnkonzept ab. Mietwohnungen orientieren sich meist an den regionalen Mietpreisen. Beim Kauf oder Bau fallen zusätzlich Kaufnebenkosten sowie laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten an.

Ja. Viele Mehrgenerationenhäuser bieten Wohnungen zur Miete an. Diese werden häufig von Wohnungsgenossenschaften, Vereinen oder privaten Trägern verwaltet und richten sich an Menschen, die gemeinschaftlich wohnen möchten.

Die Gesamtkosten variieren je nach Grundstück, Größe und Ausstattung. Neben dem Kaufpreis oder den Baukosten sollten auch Kaufnebenkosten, Modernisierungen, Betriebskosten und Rücklagen für Reparaturen eingeplant werden.

Mehrgenerationenhäuser fördern gegenseitige Unterstützung im Alltag, entlasten Familien bei der Kinderbetreuung, stärken soziale Kontakte und ermöglichen älteren Menschen oft ein längeres selbstständiges Wohnen.

Ein Mehrgenerationenhaus eignet sich für Familien, mehrere Generationen einer Familie, Freunde oder Menschen, die gemeinschaftlich wohnen und sich gegenseitig im Alltag unterstützen möchten.

Je nach Projekt kommen unter anderem eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), eine Genossenschaft oder ein Verein infrage. Welche Rechtsform sinnvoll ist, hängt von den Eigentumsverhältnissen und der Organisation des Wohnprojekts ab.

Die Finanzierung erfolgt häufig über Eigenkapital und ein gemeinsames Immobiliendarlehen. Vor dem Kauf oder Bau sollten alle Beteiligten festlegen, wie Eigenkapital, Finanzierung, laufende Kosten und spätere Instandhaltungen aufgeteilt werden.

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