Den richtigen Notar finden: Vom Vorgespräch bis zum Kauf
Was zeichnet einen guten Notar aus?
Ein guter Notar ist unabhängig, unparteiisch und erfahren. Er erstellt den Kaufvertrag rechtssicher, berät sowohl Käufer als auch Verkäufer und sorgt dafür, dass keine rechtlichen Nachteile entstehen. Wirtschaftliche Entscheidungen, wie ein hoher Kaufpreis, liegen jedoch nicht in seiner Verantwortung.
Käufer sollten zudem darauf achten, dass sie einen Notar wählen können, dem sie vertrauen, auch wenn der Verkäufer bereits einen Notar bevorzugt. Erfahrung mit Immobiliengeschäften, Transparenz bei den Kosten und gute Erreichbarkeit sind weitere wichtige Kriterien.
Wie finde ich einen guten Notar?
- Empfehlungen von Freunden, Maklern oder Anwälten einholen
- Notarkammer oder Bundesnotarkammer online nutzen
- Erfahrung mit Immobilien- und Grundstücksgeschäften prüfen
- Transparente Kosten vorab klären
- Erreichbarkeit und Beratungskompetenz beachten
- Vertrauen und klare Kommunikation sicherstellen
Was ist Gegenstand eines ersten Vorgesprächs mit dem Notar?
Beim Vorgespräch bespricht der Notar alle wichtigen Details für den Kaufvertrag. Dazu gehören:
- Übergabe der Immobilie und Zahlungsmodalitäten
- Umgang mit bestehenden Mietverhältnissen
- Prüfung von Grundbuchlasten und Eintragungen
- Zustimmung des nicht-erwerbenden Ehepartners bei gemeinschaftlichem Vermögen
- Abstimmung mit der Bank über die Grundschuldeintragung und Kreditauszahlung
Die Gebühren für das Vorgespräch sind in den üblichen Beurkundungskosten enthalten. Empfehlenswert ist, vorher die Bankunterlagen für die Grundschuld bereitzustellen, um Wartezeiten zu vermeiden.
Was kostet das Vorgespräch beim Notar?
Das Vorgespräch beim Notar (auch Beratungsgespräch vor Kauf oder Vertragsabschluss) ist in der Regel kostenlos.
Notare rechnen ihre Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) ab, und die eigentlichen Kosten fallen erst bei Beurkundung des Kaufvertrags an. Das Vorgespräch dient der Klärung von Fragen zum Kaufvertrag, zur Grundschuld oder zu Erbbaurechten – eine Rechnung dafür ist normalerweise nicht üblich.
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Was benötigt der Notar für den Kaufvertragsentwurf?
Für die Erstellung eines Kaufvertragsentwurfs benötigt der Notar verschiedene Angaben und Unterlagen von Verkäufer und Käufer. Dazu gehören im Wesentlichen:
- Objektdaten: Lage, Größe, Baujahr, Grundstücks- und Wohnfläche, eventuelle Sonderrechte.
- Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten: Höhe, Fälligkeit, ggf. Finanzierung durch Bank oder Hypothek.
- Grundbuchinformationen: bestehende Grundschulden, Belastungen, Eigentumsverhältnisse.
- Rechte Dritter: Vorkaufsrechte, Nießbrauchrechte oder Wegerechte.
- Bisherige Mietverhältnisse: falls die Immobilie vermietet ist.
- Unterlagen zur Immobilie: Energieausweis, Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen, Baupläne, Abrechnungen von Betriebskosten oder Instandhaltungsrücklagen.
- Besondere Vereinbarungen: Übergabetermin, Inventar, Sonderregelungen zwischen Käufer und Verkäufer.
- Persönliche Daten: vollständige Namen, Anschriften, Familienstand und ggf. Zustimmung von Ehepartnern bei gemeinschaftlichem Vermögen.
Den Kaufvertragsentwurf sorgfältig prüfen
Vor dem Beurkundungstermin erhalten Verkäufer und Käufer einen Kaufvertragsentwurf vom Notar. Prüfen Sie diesen gründlich, um alle Details zu verstehen und Fragen im Vorfeld zu klären. Gewerbliche Verkäufer müssen den Entwurf gesetzlich mindestens zwei Wochen vor dem Termin zusenden. Beanstandungen können Sie direkt markieren oder im Termin besprechen. Bei Unsicherheiten ist ein separates Besprechungsgespräch möglich.
Unterzeichnung und weitere Schritte
Beim Termin liest der Notar den gesamten Vertrag einschließlich aller Nebenbedingungen vor. Klären Sie offene Punkte, bevor beide Parteien unterschreiben. Nach der Unterzeichnung übernimmt der Notar wichtige Aufgaben:
- Löschung alter Grundschulden beim Grundbuchamt
- Eintragung der Auflassungsvormerkung zugunsten des Käufers
- Prüfung von Vorkaufsrechten und Zustimmungspflichten bei Eigentumswohnungen
- Weiterleitung des Kaufvertrags ans Finanzamt
Der Käufer zahlt anschließend den Kaufpreis, meist innerhalb von 14 Tagen, und nach Zahlungseingang wird das Grundbuch geändert. Mit der Grunderwerbsteuer und der Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts wird der Käufer offiziell Eigentümer der Immobilie.
FAQ - Notar finden
Einen guten Notar finden Sie über Empfehlungen von Freunden oder Maklern, die örtliche Notarkammer oder Online-Portale. Achten Sie auf Erfahrung im Immobilienrecht, Transparenz bei Kosten und gute Erreichbarkeit
Grundsätzlich kann sowohl der Käufer als auch der Verkäufer einen Notar beauftragen. Meist wählt die Partei, die den Kaufvertrag initiiert, den Notar aus, beide Parteien müssen jedoch zustimmen.
Ein Vorgespräch beim Notar ist in der Regel kostenlos, da die Gebühren später in den Beurkundungskosten enthalten sind.
Der Notar benötigt Angaben zum Objekt (Lage, Größe, Baujahr), Kaufpreis, Grundbuchinformationen, Rechte Dritter, Unterlagen wie Energieausweis, Baupläne oder Teilungserklärung, sowie persönliche Daten von Käufer und Verkäufer.
Typische Unterlagen sind Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne, Teilungserklärung (bei Eigentumswohnungen), Betriebskostenabrechnungen, Mietverträge und Informationen zu Belastungen oder Sonderrechten.
Fragen Sie zu Kosten, Abläufen, benötigten Unterlagen, Fristen, Grundbucheintragungen und zur Absicherung bei Finanzierungen. So vermeiden Sie Überraschungen und verstehen Ihre Pflichten und Rechte.
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