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Exposé erstellen für Ihre Immobilie: So gelingt's

Inhaltsverzeichnis

Exposé erstellen: Das Wichtigste in Kürze

  • Wer ein Haus oder eine Wohnung vermieten oder verkaufen möchte, braucht ein Immobilienexposé.
  • Das Exposé beschreibt die Immobilie mit Fotos, Grundrissen und Informationen zur Lage, Ausstattung und zum Zustand.
  • Das Exposé ist das Erste, was Interessenten von der Immobilie sehen und dementsprechend wichtig. Es sollte klar strukturiert und ansprechend gestaltet sein.
  • Der Aufbau von einem Exposé für ein Haus, eine Eigentumswohnung, eine Mietwohnung oder ein Grundstück ist in der Regel immer gleich. Allerdings sind je nach Objekt und Zielgruppe unterschiedliche Informationen relevant.
  • Die Informationen im Exposé sind rechtsverbindlich.

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Was ist ein Exposé?

Ein Exposé ist eine ausführliche Beschreibung einer Immobilie und soll zum Kauf oder zur Miete animieren. Es umfasst einen aussagekräftigen Text über Zustand, Ausstattung und Lage sowie Fotos, die das Haus oder die Wohnung zeigen. Damit liefert das Exposé Miet- oder Kaufinteressenten alle relevanten Informationen zur Immobilie.

Immobilienexposés gibt es in verschiedenen Formen:

  • klassisch auf Papier gedruckt
  • als Online-Exposé direkt beim Inserat 
  • als digitales Exposé in PDF-Form zum Download oder per E-Mail

Zu finden sind Exposés für Immobilien

  • in Zeitungen oder Zeitschriften,
  • auf Immobilienportalen online oder
  • auf anderen Werbemittelträgern.

Gut zu wissen:

In der Regel möchte die Hausbank des potenziellen Käufers ebenfalls das Exposé vom Haus oder der Wohnung haben. Anhand des Exposés kann sie abschätzen, ob sie den Immobilienkauf finanziert oder nicht und wie hoch der Kredit ausfällt.

Was ist besser: Online- oder Offline-Exposé?

Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung verkaufen möchten, sollten Sie sowohl ein Online- oder ein digitales Exposé als auch ein Offline-Exposé haben. Da viele Käufer ihre Suche nach der perfekten Immobilie im Internet beginnen, ist eine Online-Anzeige heutzutage selbstverständlich. Häufig ist mit der Online-Anzeige auch ein Online-Exposé verknüpft, das Interessenten direkt durch Anklicken der Anzeige aufrufen können. Bei manchen Online-Anzeigen gibt es statt eines Online-Exposés die Möglichkeit, ein digitales Exposé als PDF-Datei herunterzuladen oder per E-Mail anzufordern. 

Trotzdem sollten Sie auch mehrere gedruckte Offline-Variante in petto haben. Spätestens beim Besichtigungstermin ist es gut, Interessenten alle Informationen nochmal in die Hand mitgeben zu können.

Warum ist das Exposé für den Verkauf von Immobilien so wichtig?

Das Exposé ist das Aushängeschild einer Immobilie. Es ist die erste Informationsquelle für Kauf- oder Mietinteressenten, die auf der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung Zeitungsanzeigen und die gängigen Immobilienportale im Internet durchsuchen. Ist das Exposé ansprechend aufbereitet, gehen die Interessenten den nächsten Schritt. Aus diesem Grund ist das Exposé von einem Haus oder einer Wohnung so wichtig. 

Gut zu wissen:

Ein Makler erstellt für Sie ein professionelles, ansprechendes Immobilienexposé. Starten Sie hier mit der kostenfreien Immobilienbewertung und bekommen Sie einen Makler in Ihrer Nähe empfohlen.

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Wie verbindlich ist ein Exposé?

Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied in einem Urteil, dass alle Informationen, die ein Exposé für Grundstücke oder Immobilien enthält, als öffentliche Äußerungen des Verkäufers gelten und somit rechtsverbindlich sind. 

Beim Hausverkauf sind vor allem folgende Angaben rechtlich binden:

  • Lagebeschreibung
  • Wohnflächenberechnung, Nutzflächenberechnung
  • Zustand der Immobilie
  • Ausstattung der Immobilie
  • Nutzungsmöglichkeiten der Immobilie

Bei einem Grundstücksverkauf sind unter anderem diese Angaben verbindlich:

 

Wer haftet für falsche Angaben im Exposé?

Enthält das Exposé falsche Angaben, zum Beispiel zur Größe der Wohnfläche, können Käufer einer Immobilie Sie als Verkäufer dafür haftbar machen (vgl. BGH Urteil, V ZR 119/200). Haben Sie zudem Mängel arglistig im Immobilienexposé verschwiegen, gilt das auch, wenn die Haftung von Sachmängeln im Kaufvertrag ausgeschlossen wurde. Dieser Haftungsausschluss greift bei Arglist nicht (§ 444 BGB). 

Arglist liegt vor, wenn Sie als Verkäufer 

  1. einen offenbarungspflichtigen Mangel verschweigen, obwohl Sie den Sachmangel mindesten für möglich erachtet haben und außerdem 
  2. billigend in Kauf nehmen, dass der Käufer den Sachmangel nicht kennt.

In diesem Fall hat der Käufer das Recht auf

  • Rücktritt vom Kaufvertrag
  • Schadensersatz
  • Kaufpreisminderung

Laut Bundesgerichtshof (BGH, V ZR 38/18) kann der Käufer darauf vertrauen, dass die Informationen im Exposé zur Immobilie alle wahrheitsgemäß sind und der Verkäufer keine offensichtlichen Mängel verschweigt.

Gut zu wissen:

Beauftragen Sie einen Makler mit dem Immobilienverkauf, muss er Kauf-/Mietinteressenten auf Fehler im Exposé hinweisen und diese korrigieren. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, hat er keinen Anspruch auf seine Maklerprovision, urteilte das Landgericht Gießen.

Was gehört alles ins Exposé für eine Immobilie?

Ein Exposé für ein Haus oder eine Wohnung sollte alle wichtigen Informationen zur Immobilie enthalten, damit sich Interessenten schon vor der Besichtigung ein gutes Bild machen können. So vermeiden Sie unnötige Besichtigungstermine mit Interessenten, für die die Immobilie beim näheren Hinsehen eigentlich gar nicht infrage kommt. Damit Interessenten alle Informationen gut erfassen können, sollte das Exposé strukturiert aufgebaut sein.

Folgender Aufbau ist üblich:

  1. Deckblatt: Überschrift, die neugierig macht und die Vorzüge der Immobilie kurz und knapp beschreibt, ein repräsentatives Foto der Immobilie und die Adresse der Immobilie zu finden sein
  2. Eckdaten: Art der Immobilie, Flächenangaben (Wohnfläche, Grundstücksfläche), Zimmeranzahl, Baujahr, Heizungsart, Angebotspreis etc.
  3. Objektbeschreibung: Text der die Vorzüge der Immobilie darstellt, Emotionen erzeugt und ehrlich und sachlich informiert; am besten in einzelne Abschnitte mit Zwischenüberschriften untergliedert
  4. Grundriss und Lageplan: Grundriss und Lageplan der Immobilie und des Grundstücks
  5. Wichtige Dokumente: Grundbuchauszug, Hausgeldabrechnungen, Teilungserklärung, Energieausweis, etc.
  6. Fotos der Immobilie: Aussagekräftige Bilder von innen und außen inklusive prägnanter Bildunterschriften mit Benennung der Räume
  7. Ihre Kontaktdaten: E-Mail-Adresse und Telefonnummer; evtl. mit Zeitangabe, wann Sie zu erreichen sind

Heben Sie die Informationen im Exposé hervor, die besonders wichtig für Ihre Käuferzielgruppe sind. Für Kapitalanleger ist es zum Beispiel von besonderem Interesse, wenn Sie eine vermietete Immobilie verkaufen. Für eine Familie hingegen dürfte es interessanter sein, wenn die Immobilie zum Beispiel einen großen Garten zum Spielen hat.

 

1. Die richtige Überschrift für das Exposé

Die Überschrift ist ähnlich wichtig wie das Titelbild. Sie muss Interessenten dazu animieren, weiterzulesen. Sie sollte kurz und knapp die Vorzüge der Immobilie hervorheben und sich von anderen Exposés abheben, um Aufmerksamkeit zu wecken. Vermeiden Sie deshalb nichtssagende Floskeln wie „bevorzugte Lage”, die sich im Titel zahlreicher anderer Exposés findet.

  • Nennen Sie kurz und knapp die Vorteile von Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung: Was unterscheidet Ihre Immobilie von anderen?
  • Sprechen Sie Ihre Zielgruppe an: Nennen Sie die Aspekte, die für Ihre Zielgruppe besonders interessant sind. Für Familien ist das zum Beispiel ein großzügiger Außenbereich, während sich Kapitalanleger vor allem für eine moderne Ausstattung interessieren.
  • Wählen Sie passende Adjektive zur Beschreibung Ihrer Immobilie: Zentrale Lage, gehobene Ausstattung, lichtdurchflutete Räume, etc.

 

2. Die wichtigsten Eckdaten im Exposé

Bevor Sie das Objekt detailliert beschreiben, sollten Sie potenziellen Interessenten einen kurzen Überblick über die Immobilie geben und dazu die wichtigsten Informationen übersichtlich aufbereiten, zum Beispiel:

  • Art der Immobilie (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Reihenhaus, Dachgeschosswohnung, etc.)
  • Adresse
  • Baujahr
  • Wohnfläche, Nutzfläche, Grundstücksfläche
  • Wohneinheiten
  • Anzahl der Zimmer
  • Anzahl der Stellplätze
  • Ausstattung (z.B. Einbauküche, Balkon, Aufzug)
  • Qualität (z.B. einfache, durchschnittliche oder gehobene Ausstattung)
  • Energiedaten: Energieeffizienzklasse, Heizungsart, Befeuerungsart
  • Kosten (Nebenkosten gesondert aufweisen)
  • Angebotspreis
  • Einzugstermin

 

3. Die Objektbeschreibung im Exposé

Beschreiben Sie in dem Fließtext Ihre Immobilie möglichst genau. Je präziser die Objektbeschreibung ist, desto weniger Rückfragen kommen und desto eher melden sich Interessenten bei Ihnen, zu denen Ihre Immobilie wirklich passt. Dadurch haben Sie weniger Aufwand. Beschreiben Sie vor allem die Lage (Mikro- und Makrolage) und die Ausstattung der Immobilie. 

Beantworten Sie unter anderem folgende Fragen zur Lage:

  • Gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Kindergärten und Schulen in der Nähe?
  • Wie ist der Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz?
  • Wie weit ist die nächste Autobahnauffahrt entfernt?
  • Gibt es Naherholungsgebiete in der Nähe?
  • Welche Leute wohnen in dem Gebiet?

Um die Ausstattung zu beschreiben, sollten Sie auf folgende Punkte eingehen:

  • Gibt es einen Keller?
  • Gibt es einen Balkon oder eine Terrasse?
  • Ist eine Einbauküche vorhanden, die übernommen werden kann?
  • Welche Materialien gibt es in der Immobilie, zum Beispiel Echtholzparkett oder Laminat?
  • Gibt es eine besondere Ausstattung wie ein Kamin oder Pool?
  • Ist die Immobilie barrierefrei?
  • Wie sind Qualität und Zustand der Ausstattung? (Z.B. doppelt- oder einfachverglaste Fenster?)

Geben Sie in der Objektbeschreibung auch an, ob die Immobilie frei, vermietet oder untervermietet ist, ob es einen befristeten oder unbefristeten Mietvertrag gibt und wann der frühestmögliche Bezugstermin wäre.

Beherzigen Sie außerdem folgende Tipps für die Objektbeschreibung:

  • Machen Sie keine falschen Versprechen, damit die Interessenten bei der Besichtigung nicht enttäuscht sind. Dieses Gefühl lässt sich nur selten wieder revidieren.
  • Bleiben Sie sachlich, aber versuchen Sie trotzdem Emotionen bei den Interessenten zu wecken. Ein guter Text ist sachlich und informativ, ermöglicht den Interessenten aber zugleich, sich ihr eigenes Leben in den neuen vier Wänden vorzustellen.

 

4. Die Grundrisse im Exposé

Der Grundriss ermöglicht den Interessenten ein Gefühl für die Anordnung und den Schnitt der Räume zu bekommen. Die Zeichnung sollte deshalb

  • maßstabsgetreu sein,
  • genau gezeichnet sein,
  • beschriftet sein und
  • gut lesbar sein.

Lassen Sie Raumbeschreibungen so offen wie möglich, um mehr Interessenten anzusprechen. Schreiben Sie zum Beispiel nur Zimmer 1, Zimmer 2 und Zimmer 3 statt Kinderzimmer, Elternschlafzimmer und Arbeitszimmer.

 

5. Die wichtigsten Dokumente im Exposé

Außer den Grundrissen sollten auch folgende Dokumente beziehungsweise Informationen ins Exposé:

  • aktuelle Flurkarte (nicht älter als drei Monate)
  • aktueller Grundbuchauszug (nicht älter als drei Monate)
  • Lage- und Bebauungsplan
  • Baubeschreibung
  • der Energieausweis
  • Aufstellung von Instandhaltungsmaßnahmen
  • Aufstellung vorhandener Darlehen
  • Miet- und Pachtverträge
  • Teilungserklärung

Hinweis:

Haben Sie keinen aktuellen Energieausweis von Ihrer Immobilie, müssen Sie spätestens bei der Besichtigung einen vorlegen, ansonsten kann es sein, dass Sie ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro zahlen müssen

 

6. Die Fotos im Exposé

Der erste Eindruck zählt, das gilt auch beim Kauf einer Immobilie. Umso wichtiger ist es, dass die Fotos von Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung überzeugen. Wählen Sie ein aussagekräftiges Titelbild, um potenzielle Interessenten sofort anzusprechen. 

Damit Ihre Fotos gelingen hier ein paar Tipps:

  • Machen Sie die Fotos bei Tageslicht, am besten bei Morgen- und Abendsonne, um eine stimmungsvolle Lichtsituation und behagliche Atmosphäre zu schaffen.
  • Fotografieren Sie in der Hocke, am besten von der Zimmertür aus.
  • Für eine Profikamera ist ein Weitwinkel-Objektiv empfehlenswert.
  • Räumen Sie die zu fotografierenden Räume vorher auf und machen Sie sauber, es sollten möglichst keine persönlichen Gegenstände zu sehen sein, damit sich Interessenten ihr eigenes Leben in der Immobilie vorstellen können.
  • Machen Sie sowohl Innen- als auch Außenaufnahmen.
  • Setzen Sie ein paar dekorative Akzente, die auf die mögliche Funktion der Räume hinweisen; zum Beispiel gibt ein gedeckter Tisch im Esszimmer den Interessenten einen wichtigen Hinweis.

Achten Sie außerdem auf folgende Punkte:

  • Machen Sie zusätzlich zu Innenaufnahmen auch Außenaufnahmen von Fassade, Innenhof, Garten etc. Das ist vor allem beim Hausverkauf wichtig.
  • Machen Sie es den Kaufinteressenten so einfach wie möglich, sich zurechtzufinden, indem Sie alle Fotos eindeutig benennen, zum Beispiel: Wohnzimmer EG, Zimmer OG, Zimmer DG. 
  • Sortieren Sie doppelte oder sehr ähnliche Fotos aus, denn zu viele Fotos können Kaufinteressenten überfordern.

 

Braucht man Videos von der Immobilie fürs Exposé?

Videos sind kein zwingend notwendiger Teil eines Immobilienexposés, aber sie können das Exposé der Wohnung oder des Hauses abrunden. Wenn Sie sich für ein Immobilienvideo entscheiden, sollte es jedoch qualitativ hochwertig sein. Professionelle Foto- oder Videografen können dabei helfen.

Hier ein paar Tipps, damit das Immobilienvideo gelingt:

  • Setzen Sie die wichtigsten Räume der Immobilie in Szene.
  • Räumen sie diese Räume vorher auf, es sollten möglichst keine persönlichen Gegenstände zu sehen sein, und machen Sie sauber
  • Zeigen Sie die Räumlichkeiten möglichst mit 360 Grad Aufnahmen
  • Hinterlegen Sie das Video mit einer freundlichen Hintergrundmusik, um Kaufinteressenten emotional zu erreichen.

Tipp:

Es kann verkaufsfördernd wirken, vor den Foto- und Videoaufnahmen ein professionelles Home Staging durchführen zu lassen, bei dem die Immobilie zielgruppengerecht für den Verkauf hergerichtet wird.

 

7. Ihre Kontaktdaten im Exposé

Um Rückfragen von potenziellen Käufern schnell beantworten zu können, ist es wichtig, eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer anzugeben, unter der Sie immer erreichbar sind. Geben Sie aus Sicherheitsgründen nicht Ihre private E-Mail-Adresse an, sondern richten Sie am besten eine extra E-Mail für die Abwicklung der Anfragen ein. Eventuell lohnt es sich auch, ein separates Handy für den Verkauf beziehungsweise die Vermietung Ihrer Immobilie zu nutzen, um Ihre private Telefonnummer nicht angeben zu müssen. Achten Sie aber darauf, Ihr E-Mail-Postfach und das Telefon immer im Blick zu haben, um möglichst schnell Anfragen von potenziellen Käufern oder Mietern beantworten zu können. Je länger Interessenten auf eine Antwort von Ihnen warten, desto eher verlieren sie das Interesse.

7 Tipps für die Exposé-Gestaltung

Ein Exposé soll Kauf- oder Mietinteressenten einen ganzheitlichen Überblick über die Immobilie verschaffen. Das Exposé sollte deshalb alle Vorzüge der Immobilie besonders hervorheben. Außerdem muss es alle relevanten Informationen enthalten. Erhalten Sie hier wichtige Tipps zur Exposé-Gestaltung.

1. Tipp: Geben Sie die Grundstücksfläche genau an

Möchten Sie ein Haus verkaufen, sollten Sie die Grundstücksgröße genau im Exposé angeben, damit sich Interessenten vorstellen können, wie viel Fläche für den Garten, eine Garage oder eine Terrasse zur Verfügung stehen würde beziehungsweise zu pflegen wäre. Außerdem bildet die Grundstücksfläche, basierend auf dem Bodenrichtwert, die Grundlage für den Angebotspreis der Immobilie.

2. Tipp: Nehmen Sie Baupläne und Grundrisse ins Exposé auf

Baupläne und Grundrisse helfen Interessenten, sich ein genaueres Bild von der Immobilie zu machen und damit eine Entscheidung zu treffen. Anhand der Baupläne können Interessenten prüfen, ob es Platz für weitere Bebauung auf dem Grundstück gibt beziehungsweise ob eine weitere Bebauung, wie zum Beispiel ein Gartenhäuschen, erlaubt ist. Der Grundriss wiederum hilft, zu sehen, wie die Zimmer geschnitten sind und ob genügend Platz für die Möbel vorhanden ist.

3. Tipp: Geben Sie die Wohnfläche genau an

Die Wohnfläche gilt für viele Immobilieninteressenten als ausschlaggebendes Kriterium. Deshalb sollten Sie die Wohnfläche gut sichtbar angeben. Außerdem müssen Sie auf eine korrekte Wohnflächenberechnung achten, denn eine falsche Angabe kann juristische Konsequenzen für Sie haben. Weicht die tatsächliche Wohnfläche um mehr als zehn Prozent ab, handelt es sich um einen Sachmangel und der Käufer hat einen Rückzahlungsanspruch und kann gegebenenfalls vom Kauf zurücktreten, eine Teilrückzahlung oder die Minderung des Kaufpreises fordern. Im Falle einer Vermietung kann der Mieter eine Mietminderung geltend machen.

4. Tipp: Geben Sie das Baujahr der Immobilie an

Das Baujahr kann ein wichtiger Hinweis auf den Zustand und die Ausstattung des Hauses oder der Wohnung sein. So sind für bestimmte Jahre bestimmte Materialien, Deckenhöhen und Grundrisse typisch. Ergänzen Sie unbedingt, wenn Sie Modernisierungen oder Sanierungen vorgenommen haben, damit kein falscher Eindruck bezüglich des Zustands aufgrund des Baujahrs entsteht.

5. Tipp: Geben Sie den energetischen Zustand der Immobilie an

Wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen möchten, müssen Sie spätestens bei der Besichtigung der Immobilie den Kaufinteressenten einen Energieausweis fürs Haus vorlegen. Noch besser ist es, die Daten zum Energieverbrauch der Immobilie bereits im Exposé mit aufzunehmen. Das Gleiche gilt für die Betriebskosten der Immobilie. Sie sollten ebenfalls im Exposé stehen. Machen Sie diese Angaben auch dann, wenn die Energieeffizienz nicht sehr gut und die Betriebskosten hoch sind, denn je eher Interessenten davon wissen, desto eher sind sie darauf vorbereitet und desto eher melden sich nur die, die wirklich am Kauf der Immobilie interessiert sind.

6. Tipp: Gehen Sie auf Besonderheiten der Immobilie ein

Heben Sie besondere Vorteile Ihrer Immobilie im Exposé hervor, um die Aufmerksamkeit der Kaufinteressenten zu wecken. Da für Sie selbst die Vorzüge bereits zum Alltag geworden sein können und Sie sich derer deshalb gar nicht mehr bewusst sind, macht es Sinn, nochmal Freunde und Familie zu fragen, was sie an Ihrem Haus oder der Wohnung schätzen.

7. Tipp: Legen Sie einen realistischen Angebotspreis fest

Der Angebotspreis ist eine der wichtigsten Angaben in einem Exposé für einen Hausverkauf oder einen Wohnungsverkauf, denn in der Regel filtern Kaufinteressenten die Suchergebnisse auf Immobilienplattformen nach dem Angebotspreis ihrer Vorstellung. Nennen Sie den Angebotspreis an einer prominenten, für Interessenten leicht auffindbaren Stelle.

Für einen erfolgreichen Immobilienverkauf sollte der Angebotspreis realistisch sein. Setzen Sie den Preis zu hoch an, können potenzielle Interessenten von Ihrem Angebot zurückschrecken, sodass Sie am Ende Ihre Immobilie vielleicht sogar unter Wert verkaufen müssen, wenn sich die Vermarktung hinzieht.

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Welche Fehler sollte man bei einem Exposé vermeiden?

Ein Exposé dient dazu, das Haus oder die Wohnung für den Verkauf mit allen Vorzügen zu präsentieren. Sie sollten deshalb Fehler vermeiden, die das Interesse der Kauf- oder Mietinteressenten mindern oder sogar ganz abschrecken. Fatal können folgende Fehler sein:

  • Sie haben die Zielgruppe nicht im Blick, sodass für Interessenten zentrale Aspekte im Exposé nicht herausgearbeitet und schwer zu erkennen sind.
  • Die Angaben sind unvollständig, zentrale Fragen der Interessenten bleiben offen, was potenzielle Käufer abschrecken kann.
  • Es fehlt ein roter Faden in der Beschreibung.
  • Der Text ist zu viel, die Sätze zu lang und verschachtelt.
  • Das Exposé ist nicht strukturiert.
  • Es fehlt die Konzentration auf die wesentlichen Highlights.
  • Sie verschweigen Mängel wie ein undichtes Dach, einen feuchten Keller, Schimmelflecken oder einen allgemeinen abrissreifen Zustand
  • Sie erwähnen Nachteile, die keine direkten Mängel darstellen; zum Beispiel ein fehlender Stellplatz, ein fehlender Aufzug oder eine schattige Lage.
  • Die Individualität der potenziellen Käufer wird vernachlässigt; es sind zum Beispiel viele persönliche Gegenstände auf den Fotos zu sehen, die es Interessenten schwer machen, ihr eigenes Leben in den Räumen vorzustellen.
  • Die Fotos sind unprofessionell, sind zum Beispiel zu dunkel oder überbelichtet, zeigen unaufgeräumte Zimmer oder eine schiefe Perspektive.

Was ist bei einem Exposé für ein Grundstück zu beachten?

Ein Exposé für ein Grundstück ist im Grunde genommen genauso aufgebaut wie ein Exposé für eine Wohnung oder ein Haus, es sollte aber ein paar zusätzliche Informationen liefern. Wer ein Grundstück kaufen möchte, interessiert sich vor allem dafür, wie es genutzt werden darf. Ob es zum Beispiel bebaubar ist oder als landwirtschaftliches Grundstück zur Viehhaltung oder als Ackerland genutzt werden kann.

Im Exposé des Grundstücks sollte deshalb unbedingt stehen, um welche Art von Grundstück es sich handelt:

  • Wald- und Wiesengrundstück
  • Bauerwartungsland
  • Rohbauland
  • Bauland
  • Bebautes Grundstück

Am besten fügen Sie zusätzlich zum Lageplan einen Bebauungsplan bei. Der Bebauungsplan gibt Aufschluss über die Nutzbarkeit des Grundstücks und ist bei der Kommune erhältlich.

Bei einem bebaubaren Grundstück sind für Kaufinteressenten insbesondere folgende Angaben wichtig:

  • Grundflächenzahl: Wie groß darf die Grundfläche der Immobilie sein?
  • Geschossflächenzahl: Wie viele Geschosse darf die Immobilie haben?

Außerdem sind folgende Punkte von Interesse:

  • Größe des Grundstücks
  • Schnitt des Grundstücks
  • Erschließung des Grundstücks
  • Lage des Grundstücks (Hanglage, Seegrundstück, etc.)
  • Bebauung der umliegenden Grundstücke
  • Bauten auf dem Grundstück (Garage, Geräteschuppen, etc.)
  • Baumbestand
  • Wegerechte und Baulasten

Bieten Sie neben Fotos vom Grundstück auch Bilder von der Umgebung an und beschreiben Sie die Wohnanlage, Freizeitangebote und die städtebauliche Umgebung.

Gut zu wissen:

Um zu erfahren, wie ein Grundstück bebaut werden darf, kann es sich lohnen, eine Bauvoranfrage zu stellen, bevor Sie das Grundstück verkaufen.

Haus, Eigentumswohnung oder Mietwohnung: Müssen die Exposés unterschiedlich gestaltet werden?

Die Struktur eines Immobilien-Exposés ist immer gleich, egal, ob Sie ein Exposé für ein Haus, eine Eigentumswohnung oder eine Mietwohnung erstellen. Bei allen drei Varianten müssen Sie vor allem Angaben zur Lage, Ausstattung und den Kosten machen. Außerdem gilt grundsätzlich: Je mehr relevante Informationen Sie über das Haus, die Eigentumswohnung oder die Mietwohnung im Exposé zur Verfügung stellen, desto besser. Auch mit den Fotos sollten Sie so viel wie möglich von der Immobilie zeigen. 

Den Unterschied bei den Exposés macht vor allem die Tonalität, denn die verschiedenen Objekte sprechen verschiedene Kaufinteressenten an. So interessiert sich für eine Mietwohnung mitten in der Stadt eher ein junges Paar, während das Haus in einer Region, in der besonders viele Familien mit Kindern wohnen, eher für junge Familien attraktiv ist. Ein Mehrfamilienhaus wiederum kann vor allem für Kapitalanleger interessant sein. Machen Sie sich deshalb im Voraus klar, welche Zielgruppe Sie mit Ihrer Immobilie ansprechen wollen und passen Sie die Tonalität des Exposés entsprechend an, ohne dabei zu sehr in Klischees abzugleiten.

Exposé erstellen: Selbst oder mit Makler?

Sie müssen selbst für sich abwägen, ob Sie sich die selbstständige Gestaltung eines professionellen Exposés zutrauen oder nicht. Ein professionelles Exposé zu erstellen bedarf einiger Arbeitsschritte und Zeit sowie ein Gespür für den Markt und die Zielgruppe. Fehlt Ihnen die Erfahrung und ist Ihnen der Arbeitsaufwand zu hoch, können Sie einen Makler mit der Erstellung des Exposés beauftragen. Erfahrene Makler haben Routine darin und wissen, welche Zielgruppe infrage kommt, welche Informationen ins Exposé gehören und wie die Vorteile der Immobilie hervorgehoben werden können.

Wie viel kostet ein Exposé für eine Immobilie?

Wie viel ein Exposé für eine Immobilie kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen davon, ob Sie das Exposé komplett selbst, teilweise selbst erstellen oder von einem Makler erstellen lassen wollen und zum anderen davon, wie groß die Immobilie ist und welchen Umfang das Exposé haben soll. Ein Kurzexposé oder ein Online-Exposé zu gestalten geht relativ schnell und ist teilweise kostenlos möglich. Die Gestaltung eines hochwertigen, ausgedruckten Exposés hingegen ist zeitintensiv und kostet bis zu 800 Euro oder mehr.

Beauftragen Sie einen Makler mit dem Verkauf Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung, gehört die Erstellung eines Exposés in der Regel zum Vermarktungsservice. Der Makler verrechnet die Kosten nach erfolgreichem Verkauf Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung mit der Provision, sodass keine separaten Kosten für das Exposé für Sie anfallen. Sie müssen dem Makler nur alle wichtigen Informationen und Unterlagen zu Ihrer Immobilie zur Verfügung stellen.

Tipp:

Starten Sie hier mit der kostenfreien Immobilienbewertung und bekommen Sie unverbindlich einen Makler in Ihrer Nähe empfohlen.

Was ist Ihre Immobilie wert?

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Dieser Expertenartikel wurde mit großer Sorgfalt von der Immoportal.com Redaktion geprüft. Unser Anspruch ist es, fachlich fundiertes Wissen zu veröffentlichen. Dennoch kann es sein, dass inhaltliche Fehler nicht entdeckt wurden oder der Inhalt nicht mehr dem aktuellen Gesetzesstand entspricht. Finden Sie Fehler, freuen wir uns, wenn Sie uns Bescheid geben. Wir werden die Informationen dann umgehend berichtigen.
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